Jetzt befahrbar – Umfahrung Opeltrasse

Opel-Trasse. Umfahrung A448 Richtung Springorumtrasse.

Ich dachte schon, ich müsste selbst Hand anlegen. Am 8. Dezember 2025 hatte der neue Oberbürgermeister die unfertige Trasse feierlich eröffnet1. Gut zwei Monate später ist die Umfahrung der fehlenden A448-Brücke in Richtung Springorum tatsächlich befahrbar.

Nach der Eröffnung hatte ich im Dezember eine To-Do-Liste für die Opeltrasse erstellt:

  1. Der Abschnitt Springorumallee bis Wohlfahrtstraße ist ein Provisorium.
  2. Die Anbindungen an die Königsallee fehlen.
  3. Die Anbindungen an die Wiemelhauser Straße fehlen.
  4. Die Anbindungen an die Universitätsstraße fehlen.
  5. Ein Abschnitt an der Wiemelhauser Straße ist nicht asphaltiert.
  6. Vorfahrtbeschilderung nur negativ (Vorfahrt gewähren), positiv fehlt, auch an Straßen.
  7. Im Bereich Mark 51°7 ist die Strecke unfertig (Randlinien fehlen) und zum Teil stark verschmutzt.
  8. Gefährliche Verschwenkung an der Steinkuhlstraße (von beiden Seiten Gefällestrecke).
  9. Querung Steinkuhlstraße schwer einsehbar (beide Richtungen).
  10. Umfahrung Richtung Springorum (Markstraße) nicht befestigt, nur schmaler Trampelpfad von der Markstraße aus, Nicht erreichbar von der Markstraße: Parkstreifen nicht unterbrochen, hoher Bordstein ohne Absenkung.
  11. Umfahrung Richtung Mark 51°7 (Tsukuba-Ring): falsche und fehlende Beschilderung (am Sportplatz sind 100 m Gehweg freigegeben, dann nicht mehr). Im Park fehlen Schilder an den Abzweigen. Am Tuskuba-Ring kein Umleitungsschild und dank fehlendem Schild auch kein Radweg am Tsukuba-Ring. Gefährliche Querung der Ausfahrt vom Tsukuba-Ring zur A448. Rampe an der Markstraße nicht sicher befahrbar (Kurvenradius Null).
  12. Die Kehre der Rampe ist sehr eng.
  13. Unklare Vorfahrtregelung an der Alten Wittener Straße.
  14. Die meisten Zufahrten sind noch abgesperrt.
  15. Positiv: Erstmals gut befahrbare Diagonalsperre am unteren Ende der Rampe.

Die meisten Punkte dieser Liste sind unverändert.

Aber die Stadt Bochum hat die Mängel auf der Umfahrung Richtung Westen beseitigt:

Am Abzweig in den Waldweg ist die Bordsteinkante an der Markstraße jetzt abgesenkt. Das heißt auch, dass dort nicht mehr geparkt werden darf. Der Weg ist also jetzt erreichbar.

Der Weg durch den Wald wurde freigeräumt. Wo vorher nur ein schmaler Trampelpfad erkennbar war, befindet sich jetzt ein etwa drei Meter breiter befestigter Weg, ausreichend für Fußgänger und Radfahrer. Der Weg war schon immer da, aber unter Laub und Schmutz nicht mehr erkennbar.

Das Verbindungsstück vom Waldweg bis zur Opel-Trasse ist jetzt durchgehend mit einer wassergebunden Decke befestigt und damit ebenfalls befahrbar.

Nicht behoben wurden die Mängel an der Umfahrung Richtung Mark 51°7. Die Umfahrung ist – teilweise – ausgeschildert, aber fahren darf man dort nicht.

Am Gebrauchshundesportplatz ist die Beschilderung in Ordnung.
Aber kurz danach ist Radfahren nicht mehr erlaubt. Und im weiteren Verlauf gibt es keine Beschildrung mehr, aber mehrere Abzweige. Es sind schon Radfahrende umgekehrt, weil sie den Weg nicht gefunden haben.
Am Knotenpunkt »Auf der Heide« / Tsukuba-Ring geht es nicht mehr weiter. Der Weg nach rechts ist nicht als Radweg ausgeschildert und daher ein reiner Gehweg.
An der neuen Rampe zurück auf die Opel-Trasse müssen die Radfahrenden mehrere rechte Winkel befahren. Der Kurvenradius müsste aber mindestens 1,50 m betragen. Geübte Fahrer können auf einem drei Meter breiten Weg wenden.

Es wäre schön, wenn die Opel-Trasse in absehbarer Zeit tatsächlich mit dem Rad befahrbar wäre.

  1. https://www.bochum.de/Pressemeldungen/8-Dezember-2025/Opeltrasse-freigegeben-Wieder-ueber-vier-Kilometer-neuer-Fuss–und-Radweg-mehr ↩︎

2 Antworten auf „Jetzt befahrbar – Umfahrung Opeltrasse“

  1. Die Bahnlinie ist, glaube ich, für den Anschluss des Umspannwerks bis zur Alten Wittener Straße theoretisch noch immer in Betrieb.
    Ansonsten stimme ich allen genannten Punkten zu.

  2. Noch ein Mangel:
    Das Ende der Opeltrasse an der alten Wittenerstraße ist suboptimal, weil man einen Schlenker fahren muss, um auf den neuen Feldweg zum Ümminger See zu kommen.
    Theoretisch wäre da Geradeausfahren möglich gewesen:
    Man hätte Gleise rausreissen können.

    Der Schlenker bietet Gefahrenpotential, da wurde 2024(oder 2023?) auch ein Radfahrer von nem PKW erfasst.

    Die Querung der Steinkuhlstraßs ist wirklich besonders gefährlich für Kinder.
    Keine Sichtlinien.
    Hier wäre ein „Geschwindkeitshuckel“ für PKWs gut, damit die abbremsen.

    Die gesperrten Zufahrten stören mich.

    Tja, und die Umleitung über den Markstraße Schutzstreifen ist nichts für einen Kindertransport.
    Wie so oft kriegen Kinder auf Schutzstreifen Angst, auch ich als Erwachsener bin dort gestresst.
    Die gefühlte Sicherheit auf Schutzstreifen ist im Allgemeinen für mich viel zu schlecht.

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