Wittener Straße: Nadelöhr an Nadelöhr

Wittener Straße, Altenbochum (2011)


Bild: Wittener Straße, Altenbochum (2011)

An der Wittener Straße gibt es gleich mehrere Male ein Nadelöhr:

  • An der BP-Zentrale (Stadtarchiv)
  • Am Stadtbahnhof Lohring
  • Am Altenbochumer Bogen
  • und natürlich an der A43, wo Radfahren verboten ist.

Altenbochum Mitte mit Lukaskirche und Altenbochumer Bogen

Die ausufernde Straßenbahn- und Bushaltestelle in der Straßenmitte lässt keinen Platz für ausreichende Gehwege, geschweige denn für Radwege.
Die Stadt Bochum wollte eine »Südumfahrung« als Alternative anbieten. Der Versuch ist versandet. Der Umweg ist viel zu groß, die Strecke verwinkelt.
Die Konsequenz: Entweder Reduzierung auf einen Fahrstreifen pro Richtung oder Rückbau der Haltestelle auf ein verträgliches Maß.

Wittener Straße in Altenbochum. (OSM Tracestrack Topo)

Wittener Straße 101

Wittener Straße 101: Radweg für Fußgänger
Wittener Straße 101: Radweg für Fußgänger

Wieder ist die Straßenbahn die Ursache. Diesmal als unterirdischer Stadtbahn-Bahnhof. Oben bleibt ab der Tunneleinfahrt kein Platz mehr für ausreichende Gehwege und für Radwege. Ein aufwendiger Verkehrsversuch sollte beweisen, dass es keine Lösung gibt.
Es gibt doch eine: Reduzierung auf einen Fahrstreifen pro Richtung.

An der BP-Zentrale (Stadtarchiv)

Wittener Straße am Stadtarchiv (2012): Jetzt gibt es dort Poller.
Der »Schutzstreifen« im Jahr 2012. Jetzt gibt es dort Poller.

An dieser Stelle gibt es keinen Radweg, sondern nur einen Schutzstreifen mit ungenügender Breite.
Die Verwaltung hatte eine Planung mit zwei Fahrstreifen und Radwegen vorgelegt. Die Oberbürgermeisterin hat das ohne sachlichen Grund verboten. Mit dem bekannten Ergebnis.

Die Brücke über den Sheffieldring

Wittener Straße 2024: »Verbesserte« Situation zwischen Werner Hellweg und Sheffieldring. Ohne Radwege.
2024: »Verbesserte« Situation zwischen Werner Hellweg und Sheffieldring. Ohne Radwege.

Neu gebaut, aber ohne Radwege. Begründung: Es gibt vorher und nachher keine Radwege. Jetzt gibt es eine neue Begründung, warum es dort keine Radwege geben kann: Die Brücke hat keine. Aber am Werner Hellweg und Dannenbaumstraße beginnen demnächst die Radwege der Stadtstraße Wittener Straße im Bereich Mark 51°7. Wovon spricht die Stadt Bochum seit Jahrzehnten als Hauptaufgabe für das Radverkehrsnetz? Lücken schließen.

Die A43

Wittener Straße: Knotenpunkt mit der A43 Richtung Zentrum: Radfahren verboten.
Knotenpunkt mit der A43 Richtung Zentrum: Radfahren verboten.

Solange Bochum keinen Autobahnring hatte, war die Wittener Straße die einzige Verbindung zwischen A43 und Sheffieldring. Dementsprechend wurde diese Verbindung auf maximale Beschleunigung des Autoverkehrs ausgebaut. Das ist heute Geschichte. Im Bereich Mark 51°7 wird die Wittener Straße zur Stadtstraße mit weniger Fahrstreifen, aber mit Radwegen und Gehwegen ausgebaut (nicht zurückgebaut).
Im Bereich Ümminger See soll die Wittenr Straße jetzt beidseitig Radfahrstreifen bekommen.
Für den Knotenbereich mit der A43 zwischen Mark 51°7 und Ümminger See gibt es keine Pläne.
Ein Relikt der Autostadt Bochum.

Das Fazit:

Die Wittener Straße muss Stadtstraße werden. Die ganze B226 (Dorstener Straße, Radkreuz und Innenring, Wittener Straße) braucht durchgehende Radwege nach dem aktuellen Stand der Technik. Vom Anfang (Hofstede) bis zum Ende (Langendreer). Eine Straße für Fußgänger, Radfahrer, den ÖPNV – und auch für den Autoverkehr. Eine Straße für alle.

Immerhin soll das monströse »Blaue Loch« am Anfang des Boulevards nach 20 Jahren jetzt mit Radwegen überbaut werden.

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