Neue Radverbindung vom RS1 zur Zeche Hannover

Geplante Verbindung RS1 - Zeche Hannover

Vor zwei Jahren hatte ich eine Bürgeranregung eingereicht, um eine direkte Fahrrad-Verbindung von der Erzbahntrasse zur Zeche Hannover mit der Zeche Knirps zu bekommen.
Kernelement ist die Eisenbahnbrücke über die Hüller-Bach-Straße und den zugehörigen Bach. Die sollte nach Planungen der Stadt Bochum für Fußgänger ertüchtigt werden.
Die vorherige hölzerne Brücke über den Hüller Bach war da schon jahrelang gesperrt und schließlich abgerissen worden.

2012: Eine Familie auf dem Weg von der Erzbahntrasse zur Zeche Hannover. Gesehen von der Hüller-Bach-Brücke. Jetzt kann man oben über die Brücke fahren. Hat nur 14 Jahre gedauert.
2012 war die hölzerne Brücke über den Hüller Bach noch geöffnet.
2012: Vom Hüller-Bach zur Zeche Hannover half nur schieben. Der Trampelpfad rechts im Bild ist jetzt ausgebaut.
2021 führte nur ein langer Umweg über die Hüller-Bach-Straße von der Zeche Hannover zur Erzbahntrasse.

Die Verwaltung hatte meine Anregung abgelehnt und darauf verwiesen, dass das Gleis der Hannover-Bahn zu einem Bahntrassenweg ausgebaut werden solle.
Das Gleis beginnt direkt vor der Zeche Hannover und führt auf direktem Weg bis zum ehemaligen Güterbahnhof Wattenscheid.
Alle Straßen dazwischen würden in Hochlage überquert.
Nur die Erzbahntrasse liegt noch höher.
Am Hüller Bach steht die Brücke ja immer noch, an der Blücherstraße fehlt die Brücke.

Luftbild von 19591: In der Bildmitte als helle Linie die Blücherstraße. Drei Gleise queren. Von oben (Nord) nach unten:
1. Hannoverbahn in Hochlage mit Brücke.
2. Carolinenglückbahn, ebenerdig. Ganz rechts am Bildrand: Zeche Carolinenglück.
3. Rheinische Bahn, ebenerdig, jetzt RS1.
Von der Zeche Carolinenglück kommt auch die Erzbahntrasse und zweigt zwischen Kabeisemannsweg und Blücherstraße nach Norden ab.
Im Stadtplan von 19552 sind alle drei Gleise gut erkennbar. Vor dem Bau des Ruhrschnellwegs (heute A40) war der Kabeisemannsweg noch Teil der Goldhammer Straße.

Die hochfliegenden Pläne hatten nur einen Haken: Die Bahntrasse gehört immer noch der Deutschen Bahn.

Jetzt, zwei Jahre später, ist klar, dass die DB kein Interesse hat, die Bahntrasse an die Stadt Bochum zu verkaufen. Die freien Flächen neben dem Gleis gehören aber in der Regel der Stadt Bochum.

Das ebnet den Weg zu neuen Plänen.

Im Oktober 2025 hat der Rat einen »Realisierungsbeschluss Wegebau Carolinenglückbahn« gefasst:
»Im Abschnitt zwischen dem RS1 in BO-Günnigfeld und der Erzbahntrasse in BO-Hordel wird auf
der ehemaligen Bahntrassenverbindung der Carolinenglückbahn eine Geh- und
Radwegeverbindung zur Förderung der Nahmobilität hergestellt.«3

Ungefährer Verlauf der neu gedachten Verbindung zwischen RS1 und Zeche Hannover.
Grün: RS1. Blau: Erzbahntrasse. Rot: Neue Verbindungen.

Die direkte Führung über das Gleis der Hannoverbahn wäre attraktiver, steht aber nur in den Sternen.

Jetzt sollen etwa 500 Meter der Carolinenglückbahn zwischen Blücherstraße und Kabeisemannsweg als Bahntrassenweg ausgebaut werden. Damit erreicht man vom RS1 aus auf kurzem Weg die Erzbahntrasse.
Die Erzbahntrasse führt dann weiter zum bestehenden Abzweig hinunter zum Hüller Bach.
Auf halbem Weg zweigt nach links der neue ausgebaute Fußweg über die Hüller-Bach-Brücke ab. Der Weg ist zurzeit für Radfahrer freigegeben. Diese Wege sollen für den Radverkehr ausgebaut oder ein neuer separater Radweg angelegt werden.
Von der Hüller-Bach-Brücke bis zur Zechen Hannover soll dann der höhengleiche Trampelpfad parallel zum Bahngleis ausgebaut werden.

Aus den drei Teilstrecken kann so mit relativ geringem Aufwand eine durchgehende Verbindung vom RS1 an der Blücherstraße über die Erzbahntrasse bis zur Zeche Hannover entstehen.

Nebenbei entsteht zwischen Essen und Bochum ein Rundkurs aus RS1, Erzbahntrasse und Zollverein-Trasse.

Das Ganze könnte schon im kommenden Jahr gebaut werden.

Voilà.

  1. https://geoportal.bochum.de/ ↩︎
  2. https://geoportal.bochum.de/ ↩︎
  3. Beschlussvorlage der Verwaltung Nr.: 20251084 ↩︎

Eine Antwort auf „Neue Radverbindung vom RS1 zur Zeche Hannover“

  1. Ich habe den Trampelpfad ebenfalls beim Erforschen mit dem Rad entdeckt.

    Danke, dass Du den hast asphaltieren lassen.
    Danke für das Engagement.

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